Start News Aktuell Buchsbaumzünsler sehr aktiv

Buchsbaumzünsler sehr aktiv

Buchsbaumzünsler Befallskontrolle

Mit den endlich steigenden Temperaturen und dem Austrieb des Buchses wird auch die Buchsbaumzünsler-Problematik wieder aktuell. Da der Zünsler kaum vorbeugend behandelt werden kann, müssen die Pflanzen regelmässig kontrolliert werden, damit der Befallsbeginn frühzeitig erkannt werden kann.


Kontrolle von innen nach aussen

Bei der Kontrolle der Buchs-Pflanzen ist der Schwerpunkt auf den inneren Bereich und die Blattunterseiten zu legen. Das bedeutet, Sie müssen die Pflanzen vorsichtig auseinander drücken und die kleinen Tiere (Raupen) auf der Blattunterseite suchen.

Falls Sie noch schadhafte Stellen vom vergangen Jahr haben, beginnen Sie mit der Kontrolle an diesen Orten, da die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Befalles dort am grössten ist.

Da die Entwicklung des Buchsbaumzünslers sehr schnell gehen kann, sollte man einen Kontrollrythmus von zweimal pro Woche anstreben.
Tipp

Falls Sie beim Kontrollieren keine aktiven Raupen finden, achten Sie darauf, ob Sie Stellen erkennen, wo 2-3 Blätter wie verklebt aneinander haften (dies ist ebenfalls oft an vorjährigen Befallsstellen vorkommend). Sollten Sie solche verklebten Blätter vorfinden, lohnt es sich, diese Stellen genauer zu betrachten. Es ist gut möglich, dass sich zwischen diesen Blättern noch im Herbst geschlüpfte Raupen befinden, welche sich für die Winterruhe eingesponnen haben. Sie müssen aber nicht zwingend gleich mit der Bekämpfung durch Spritzen von Pflanzenschutzmitteln beginnen. Diese Raupen befinden sich nämlich noch in der Ruhephase und richten keinen Schaden an. Sie sind auch schwierig durch eine Spritzung zu bekämpfen, da man sie mit dem Sprühnebel fast nicht erreichen kann.

Sehr wirksam ist natürlich, solche Stellen grosszügig wegzuschneiden. Somit stellen Sie sicher, dass diese Generation schon vor der schädigenden Phase entscheidend dezimiert wird. Natürlich müssen Sie jeweils entscheiden, ob der Schnitt optisch vertretbar ist. Jedoch sei hier daran erinnert, dass sich der Buchs unter anderem deshalb so hoher Beliebtheit erfreut, weil er äusserst schnitttolerant und austriebsstark ist. Bitte denken Sie auch daran, das Schnittgut am besten via Hausabfall zu entsorgen, damit der Befallsherd nachhaltig vernichtet ist.

Zum Schluss sei nochmals darauf hingewiesen, dass eine vorbeugende Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln aufgrund ihrer Wirkungsweisen nicht sinnvoll ist. Deshalb ist der Befallskontrolle hohe Priorität zu geben um beim Erkennen der ersten aktiven Raupen sofort mit der Bekämpfung zu beginnen.

 

 

 

Ratgeber

Buchsbaumzünsler Dossier

Die äusserst gefrässige Buchsbaumzünsler-Raupe richtet grosse Schäden in Privatgärten, Friedhöfen und Parkanlagen an. Was tun?

(Cydalima perspectabilis, Syn. Diaphania perspectabilis)

Der Buchsbaumzünsler wurde in Europa erstmals im Jahr 2007 festgestellt, und zwar im Raume Basel. Seither hat er sich in der ganzen Schweiz ausgebreitet und hält Gartenbesitzerinnen und -Besitzer in Atem.

Die Raupen überwintern in Gespinsten im Innern der Buchsbüsche, wo sie im Frühjahr (März/April) mit dem Frass der Blätter und grüner Rinde junger Zweige beginnen. Ihre Länge beträgt bis zu 5 cm, ihre Farbe ist gelb bis grün mit zwei schwarzen Längsstreifen und schwarzen Punkten mit feinen weissen Haaren. Der Kopf ist ebenfalls schwarz. Die gefrässigen Raupen hinterlassen Unmengen von Kotkrümeln von ca. 1 mm Durchmesser.

Pro Jahr ist mit etwa drei Generationen zu rechnen. Hauptfrasszeiten sind Mai und August. Je nach Temperaturverlauf im September und Oktober wird nun die dritte Generation der Buchsbaumzünsler-Raupen grössere oder geringere Schäden anrichten.

Bekämpfung des Buchsbaumzünslers

Zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. In jedem Fall sollten aber das Frühjahr und den Sommer über die Pflanzen allwöchentlich zweimal nach Eigelegen, Gespinsten, Raupen, Kotkrümeln und Puppen abgesucht werden, und zwar besonders auch im Inneren.

Bei grösseren Pflanzen und starkem Befall lässt sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kaum vermeiden. Sehr nützlingsschonend und ungiftig ist die Anwendung von Bacillus thuringiensis, der junge Raupen (bis etwa 2 cm Länge) infiziert und zum Absterben bringt. Alle Raupen müssen mit dem Präparat besprüht werden. Sind die Raupen wegen unterlassener rechtzeitiger Kontrolle bereits grösser geworden, müssen chemische Substanzen eingesetzt werden. Da kommt einerseits ein als biologisches Mittel geltendes, aber für Insekten und Fische sehr giftiges Nervengift, ein natürliches Pyrethrumpräparat, in Frage. Auch hier sind alle Raupen, ob klein oder gross, zu besprühen. Andererseits können synthetisch hergestellte Stoffe, die mit dem Pflanzensaft in sämtliche Teile der Pflanze transportiert werden, Anwendung finden. Mit solchen systemisch wirkenden Präparaten müssen die Raupen nicht unbedingt getroffen werden; sie nehmen das Gift im Pflanzensaft durch ihre Frasstätigkeit in sich auf.

Zur Abstimmung der richtigen Behandlungsmethode zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon lassen Sie sich am besten bei uns beraten.

 

 

 

 

 
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